Interview und Diskussion bei der CDU Westend über die aktuelle Flüchtlingspolitik und den Salafismus

Ismail Tipi, MdL: „Werte schaffen Heimat“

Der Integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag Ismail Tipi weiß, wovon er spricht. Eindrucksvoll schilderte er am 5. November 2015 im Westend seinen Start als Gastarbeiterkind in Deutschland 1972.

 Damals war Ismail Tipi 13 Jahre alt und konnte kein Wort Deutsch. Heute fühlt sich Tipi längst nicht mehr als Migrant - er sei hier zu Hause, sagte er. Ismail Tipi sprach sich in der teils kontroversen Diskussion mit Bürgern deutlich dafür aus, dass das Asylrecht so angewandt werden muss, wie es im Grundgesetz steht. „Das Asylrecht darf nicht verwässert werden und es darf keine Asylinflation geben.“ Menschen allerdings, deren Leib und Leben bedroht sind, muss geholfen werden. Ob dies der Fall ist, wenn Flüchtlinge aus einem sicheren Drittland einreisen, stellte er in Frage. 

Der Landtagsabgeordnete, der 30 Jahre lang als Journalist gearbeitet hat, betrachtet es als seine Bürgerpflicht, Menschen aufzurütteln und auf Gefahren hinzuweisen. So sorgt sich Ismail Tipi unter anderem um die innere Sicherheit durch nicht registrierte Migranten. Er betonte, er sei für die Willkommenskultur in Deutschland dankbar, aber gesellschaftliche und religiöse Werte müssten geschützt werden. Der aktuelle Flüchtlingszustrom wird die Gesellschaft laut Tipi verändern. „Wir werden älter, weniger und bunter.“ Damit verbundene Ängste von Menschen könnten zu einer Veränderung des Wahlverhaltens führen. 

Angesprochen auf die Bekämpfung der Fluchtursachen machte er deutlich, dass beispielsweise in Syrien nur eine militärische Lösung mit dem Einsatz von Bodentruppen zielführend sei.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Ismail Tipi ist die Bekämpfung des Salafismus. Von der ultrakonservativen Strömung innerhalb des Islams geht seiner Meinung nach eine große Gefahr aus: „Vier bis fünf Salafisten-Größen bringen es auf hunderttausende Likes bei Facebook. Mit Streicheleinheiten und Multi-Kulti-Romantik kommt man gegen Salafisten nicht an!“. Tipi forderte die Zuhörer auf, aktiv und mutig mitzuhelfen, dass Deutschland kein Mekka für Salafisten wird.

Organisiert wurde die Veranstaltung im Livingston’schen Pferdestall von Patrick Soldo, Vorstandsmitglied der CDU Westend und Mitglied im Ortsbeirat 2. Moderiert wurde der Abend von Konstantin Montasem, ebenfalls Mitglied im Vorstand der CDU Westend.

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